«Musik allein ist die Weltsprache und braucht nicht übersetzt zu werden», hat der deutsche Schriftsteller Berthold Auerbach einmal formuliert und es damit auf den Punkt gebracht. Nichts ist so universell wie die Erfahrung der Musik, nichts verbindet die Menschheit besser als die Musikkunst.
Der musikalische Austausch zwischen unseren beiden Ländern gehört bekanntlich zur guten Tradition der deutsch-russischen Kulturbeziehungen. Wenn ein Klangkörper wie das Moskauer Sinfonieorchester eine Konzertreise durch Deutschland bestreitet, dann darf man davon ausgehen, dass sich die Begeisterung der Musiker auf das Publikum überträgt.
Das Moskauer Sinfonieorchester zählt heutzutage zu den ausgezeichneten und international erfolgreichen Klangkörpern Moskaus, welche zu dem Ruf der russischen Hauptstadt als einer der bedeutendsten Musikmetropolen beitragen und stellt in fünf deutschen Städten in diesem Jahr in einer einzigartigen Art und Weise deutlich unter Beweis, über welche herrlichen Tonfülle, was für ein feines Formgefühl, glänzende schöpferische Eigenständigkeit und technische Vollkommenheit die klassische russische Musik verfügen kann.
Ich wünsche den Veranstaltern und Konzertbesuchern offenbarungsreiche musikalische Abende voller interessanter und einfühlsamer Höhepunkte.
Vladimir V.Kotenev
Außerordentlicher und Bevollmächtigter Botschafter
der Russischen Föderation
in der Bundesrepublik Deutschland
Seit seiner Gründung vor 20 Jahren hat sich das Moskauer Symphonie Orchester im Konzertleben Moskaus fest etabliert und prägt entscheidend das musikalische Leben der russischen Metropole. Tourneen führten das Orchester in die USA, nach Japan und in viele Staaten Europas. Mit über 100 Schallplatten- und CD- Einspielungen machte sich das Orchester einen Namen, mehrere Aufnahmen wurden international ausgezeichnet. Mit seinem samtig weichen Streicherklang, dem warmen Timbre der Holzbläser sowie seinen strahlenden Blechinstrumen-ten trifft das Orchester im Besonderen das klangliche Idiom der „russischen Seele“ in den Meisterwerken russischer Komponisten.
Arkady Berin studierte an den Konservatorien Riga, Minsk, St. Petersburg und Moskau. Ab 1970 war er Künstlerischer Leiter der Staatlichen Philharmonie Minsk, seit 2003 leitet er das Orchester „Internationale Symphoniker Deutschland“. Das Moskauer Symphonie Orchester übernahm er 2008.
Das Moskauer Symphonie Orchester bietet im Rahmen einer Europatournee durch Italien, Deutschland und Spanienein erlesenes Programm. Von Peter Tschaikowsky erklingen drei seiner bekanntesten Werke, die Phantasie-Ouvertüre nach William Shakespeare „Romeo und Julia“, das Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 b-moll und die 5. Sinfonie e-moll. Das Klavierkonzert, eines der beliebtesten Werke im internationalen Repertoire, spielt der weltbekannte Pianist Alexander Ghindin. Heute ist er 32 Jahre alt und schon
„Verdienter Künstler Russlands“. Bereits mit 14 Jahren hatte er als jüngster Sieger aller Zeiten die Goldmedaille beim Tschaikowsky-Wettbewerb Moskau gewonnen. 1999 errang er den Ersten Preis des Königin-Elisabeth-Klavierwettbewerbs Cleveland. Alexander Ghindin ist inzwischen ständiger Gast bei den führenden Orchestern der Welt.